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Lebensqualität ist
das zentrale Thema unseres Jahreskongresses.
Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten und angesichts
finanzieller Engpässe im Gesundheitssystem ist es ein wichtiges
zukunftsweisendes Thema.
Alle Therapiemaßnahmen, konservativ oder operativ, werden zukünftig
am „Outcome“ gemessen werden. Obwohl die Parameter, um „Outcome“ zu
messen, bisher nur für wenige Therapien klar definiert sind, gibt es
Bestrebungen auf politischer Ebene, finanzielle Erstattung, Höhe der
Vergütung, Definition von DRG’s oder die grundsätzliche Übernahme
der Behandlungskosten zukünftig am „Outcome“ der Therapie zu
orientieren.
Die Erfassung und Dokumentation der Lebensqualität wird bei vielen
operativen Maßnahmen hierbei eine entscheidende Rolle spielen und
dies nicht nur im Bereich der Plastischen Chirurgie. So liegen bei
vielen chirurgischen Erkrankungen, z. B. der Leistenhernie oder der
Dupuytrenschen Kontraktur aus dem Bereich der Handchirurgie, keine
vitalen Indikationen für eine operative Behandlung vor, sondern die
Operation dient maßgeblich dem Erhalt oder der Verbesserung der
Lebensqualität.
Hier sind wir aufgerufen, pro-aktiv Daten aus klinischen Studien zu
liefern, die uns eine gute Basis für die Verhandlungen mit
Kostenträgern und politischen Institutionen schaffen.
Aus diesem Grund bin ich sehr froh, dass unser Kongresspräsident
dieses Thema in den Mittelpunkt der Tagung gestellt hat, um so die
Weichen für die Zukunft zu stellen, in der die Weiterentwicklung
unseres Faches und der Bestand der Abteilungen und Kliniken
untrennbar mit dem Begriff der Lebensqualität verbunden sein wird.
Prof. Dr. med. Günter Germann
Präsident der Deutschen Gesellschaft Plastischer,
Rekonstruktiver und Ästhetischer Chirurgen
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